Würde – kosmisches Blut

 

Schon lange beschäftigt mich das Wort und das Thema Würde. Ich spüre, dass es eines kompletten Wandels bedarf. Seit der Wüste ist dieser Wert für mich noch einmal in ein anderes Licht gerückt worden.

Ich frage mich:

  • was bedeutet für mich Würde?
  • wie kann ich es für mich erfühlen?
  • erfassen?
  • beschreiben?
  • im Alltag leben?
  • alles danach ausrichten, das in mir und um mich wirkt?

So, dass ich mich daran orientieren kann, wie es meinen Werten und auch dem Höheren entspricht?

Würdevoll behandeln, mich selbst und im Umgang mit anderen?

Nach langem „gehen“ und in mir gebären bin ich dann zu folgender für mich aktuellen Version gekommen: (noch in Bewegung und im Wandel) daran möchte ich dich gerne teilhaben lassen.

Würde ist für mich die UrEssenz, die in mir fliesst. Es ist für mich wie das „kosmische, energetische Blut“, das in mir fliesst. Es hält alles ganzheitlich zusammen. Ohne Würde gibt es kein „Menschsein“. Würde ist für mich etwas, das da ist, in uns IST und fliesst. Sichtbar wird es dann durch die Taten, die ich vollbringe. Respekt drückt für mich dann den achtvollen und wertschätzenden sichtbaren Ausdruck meiner inneren Einstellung aus.

Es ist ein sehr brisantes Thema. Ich bin in meinem Umfeld viel damit herausgefordert. Ich spüre und merke, dass es mir weh tut, innerlich zusammenziehen lässt, wenn ich sehe, wie „würdelos“ mit Mensch, Tier und Natur umgegangen wird. Dann ertappe ich mich dabei und erkenne, dass es Spiegelungen sind, wie ich selbst so gehandelt und behandelt hatte.

Heute kann ich nicht mehr anders. Ich habe aufzustehen. Ich habe aufzuzeigen. Ich habe zu leben, dass es einer achtvollen und liebevollen, mitfühlenden Behandlung von „LEBEN“ für mich bedarf, um glücklich, friedvoll und lebendig zu sein.

Ich bin Mensch. Ich weiss, dass ich immer wieder hinfalle, mich selbst dabei ertappe, wie ich mich erwische, dass auch ich wieder einmal unliebsam umgehe. Mit mir. Mit anderen. Anders, als es meinen inneren Einstellungen, Werten  und Visionen entspricht. Ich bin am Weg. Jeden Moment unvollkommen in der Vollkommenheit. Auch dann bin ich geduldig mit mir, das habe ich gelernt. Auf meinem Weg. Schritt für Schritt. Achtsam. Im nächsten Augenblick mache ich es anders. Ich wähle würdevollen, bewussten und mitfühlenden Umgang. Das fördert und entfaltet ein gesundes Ich und daraus ein gesundes WIR. So kann ich beitragen, dass die Welt sich verändert. Dass Welten und Dimensionen bewegt werden. Dazu stehe ich. Diesen Raum öffne ich und halte ich.

  • Wie stehst du dazu?
  • Was bedeutet für dich Würde?
  • Was sind deine Werte für die du einstehst?
  • Hast du den Mut dich dafür sichtbar zu zeigen?

 

Es ist an der Zeit. Wenn nicht jetzt, wann dann? Auf was willst du warten? So lange du wartest bist du OpferIn. Ein SchöpferIn wartet nicht. Ein SchöpferIn folgt seinem Herzen. Handelt, wenn zu handeln ist. Spricht, wenn zu sprechen ist. Ist da, wenn es heisst präsent zu sein. Am Weg. In dem Vertrauen und der Gewissheit, dass die Unvollkommenheit in jedem Moment, die Vollkommenheit ist.

Das braucht unsere neue Welt.
Unsere neue Erde.
MitSchöpferIn. LebensTänzerIn. FreiGeistIn.

Ich bin im selben Boot wie du. Wir alle sind in diesem grossen Ozean. Ich habe so lange gewartet. Aus Angst. Angst Fehler zu machen. Angst nicht gut genug zu sein. Angst dem nicht Stand halten können. Angst vor dem Leben. Angst vor der Antwort, was mir das Leben gibt. Angst, die Verantwortung für mich in meinem ganzen Sein zu übernehmen. Angst, Kontrolle los zulassen. Angst, mich hinzugeben. Angst mich mit allem zu zeigen, so wie ich wirklich bin. So viele Ängste hatte ich in mir.

Angst macht jedoch klein. Zieht zusammen und hindert mich, voller Vertrauen an mich und in das Leben da zu sein. Meiner Vision zu folgen. Heute weiss ich, ich will bewegen. Ich will mutig sagen, wofür ich stehe. Auch wenn wieder Angst mich begleitet. Ich bleibe stehen und schaue ihr ins Gesicht. Dann verliert sie die Grösse, wird klein und wird zur Kraft, die mich in meinem Herzen bestärkt, für mich zu gehen, einzustehen und zu sprechen.

Wahrhaftig, das ICH BIN.