Präsent sein

 

Kennst du diese Gefühle und Situationen:

du hältst es in deinem Körper kaum aus. Du fühlst dich unrund, unmöglich, du kannst es fast nicht ertragen, in deinem Körper präsent zu sein. Alles da sein lassen an Gefühlen, was ist. Dich so zu akzeptieren und annehmen mit allem, was du bist.

Du fühlst dich vielleicht zu dick. Zu hässlich. Zu klein. Zu gross. Du magst nichts an dir. Es ist, als würdest du dein ganzes Wesen ablehnen. Und dennoch bist du so ein Wunderwerk Mensch.

Im gleichen Atemzug wird dir bewusst, dass das „nur“ gestörte Anteile in deinem Hirn sind. Die dich wegbringen wollen Nähe und Intimität mit dir zu fühlen. Mit dem Moment. Mit dem was gerade da ist. Die Liebe zu dir selbst.

STOPP sagt dann eine innere Stimme. Denn diesem Anteil wird gerade bewusst, dass du vieeeel grösser bist, als dieses „bewertende“ Gefühl, das gerade da ist. Das dich wegbringen will in Liebe ganz mit dir zu sein.

Oft ist es so herausfordernd Mensch zu sein. In diesem „Fleischklöpschen“ beschränkt. Wo es scheinbar viel zu eng ist. Alles beschränkt. Und doch sind alles Illusionen. Denn in Wahrheit geht es doch um ganz etwas anderes. Wie nichtig ist das, was da an Gefühlswellen durch dich schwabbt. Dennoch bedarf es Achtsamkeit auch diese Gefühle zu würdigen und ihnen Raum zu geben. Irgendwann im Laufe deiner Geschichte sind genau diese Gefühle da gewesen. Wurden weggedrängt. Verdrängt. Missachtet. Das ist das heutige Ergebnis. Was will mir dieses Gefühl sagen?  Was will mir mein Körper, das Leben mitteilen? Langsam wird alles wieder ruhiger. Es ebbt ab und beginnt wieder etwas friedvolleres in mir aufzusteigen. Ich weiss, dass es dazugehört. Ich weiss, dass es mir nichts bringt, davon zu laufen. Mich abzulenken, wegzudrücken, betäuben, stilllegen. Was auch immer die verschiedenen Mechanismen sind, das absolut nicht zu fühlen und wahrzunehmen wollen.

Mit was kann ich gerade nicht umgehen? was kann ich in mir gerade nicht halten? So viele Fragen schiessen wie ein Wasserfall durch mein Hirn. Es überschwemmt mich. Was habe ich übersehen? Wo bin ich ausgestiegen? Was ist gerade passiert? Ein Gefühl von Leere breitet sich in mir aus. Verzweiflung. Ohnmacht. Kann ich denn überhaupt als Mensch hier noch sein? Wenn immer wieder so ein Wirrwarr in mir hochkommt. Wo ich keinen Ausweg kenne und finde?

Es fühlt sich so an, als wie wenn ich in einem Raum bin. Plötzlich wird von mir weggezoomt und ich bleibe als kleines Körnchen übrig. Wie wenn alles nicht real ist. Wie ein Film, der gerade abläuft. Und der Film nennt sich „Ego-Anteile ablösen und sterben lassen“.

Kennst du diese Momente in deinem Leben?

Wie gehst du damit um?

Was machst du, um wieder Boden unter den Füssen zu bekommen? Dich wieder zu spüren? Wieder geerdet in deinem Körper zu sein? Dich wieder annehmen zu können und auch zu beginnen dich zu lieben und akzeptieren, so wie du bist?